Einen Tag vor Weihnachten beginnt am Immobilienmarkt eine neue Ära

Ab dem 23. Dezember gilt eine neue Regel für die Courtage beim Immobilienkauf. Ökonomen zufolge geraten Makler dadurch zwar unter Druck. Doch am Ende könnten sie profitieren, so wie viele Käufer und Verkäufer.

Erstmals in der Geschichte der Bundesrepublik gelten ab dem 23. Dezember bundesweite Regeln für die Maklerprovision beim Immobilienkauf. In vielen Fällen dürften diese Regeln auf eine Teilung der Provision zwischen Käufer und Verkäufer hinauslaufen. Für Käufer und Verkäufer von Wohnimmobilien bricht genau einen Tag vor Heiligabend ein neues Zeitalter an.

Das Institut der deutschen Wirtschaft (IW) Köln allerdings glaubt nicht, dass es bei einer bloßen Teilung bleibt. In einer aktuellen Kurzstudie des Instituts, die WELT vorliegt, prognostiziert IW-Immobilienmarktexperte Michael Voigtländer mehr Wettbewerb, eine Neuausrichtung der Maklertätigkeit und mittelfristig auch sinkende Courtagesätze. „Der Markt wird sich deutlich ändern“, schreibt Voigtländer.

Zunächst aber werden Käufer vielerorts künftig mehrere Zehntausend Euro Vermittlungsprovision sparen können, wenn sie eine teure Immobilie in einer der Städte kaufen, in denen die Provision bisher nicht geteilt wird, also beispielsweise in Berlin oder in den Bundesländern Hessen oder Brandenburg.

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