Megatrend individuell Wohnen – So sieht das Haus von morgen aus

Ein Blick in die Zukunft zeigt: Wohnen wird immer smarter, klimabewusster und individueller. Schon heute entscheiden sich Verbraucher dazu, einzigartige Grundrisse, innovative Energiekonzepte oder außergewöhnliche Fassadengestaltungen zu realisieren.

Der erste Eindruck zählt. Und auch auf den zweiten Blick verbirgt sich hinter so mancher konventionell anmutenden Eingangstür ein äußerst energieeffizienter Wohnraum, dessen Geräte und technische Einrichtungen dafür sorgen, dass die perfekte Balance von Komfort und Energieverbrauch erreicht wird. Wie sieht Wohnen in der Zukunft aus? Dieser Bericht nennt die drei wichtigsten Trends des Wohnens

Trend 1: Luxuriöse Design-Häuser mit durchdachten Energiekonzepten

Luxuriös, komfortabel energetisch durchdacht und mit individuellen Farbakzenten – mindestens das wünschen sich Eigenheimbesitzer, die Wert auf Luxus ohne Reue legen. Während die einen dazu tendieren, ein äußerlich eher schlichtes Haus zu bauen, dessen wahre Qualitäten in der Haustechnik und in der Materialwahl liegen, wollen die anderen noch mehr. Sie setzen auf Energieeffizienz und Lifestyle vom ersten Spatenstich an. Diesen Anspruch erfüllen die Designhäuser von Jette Joop. In den Stilrichtungen modern, mediterran und klassisch können Verbraucher ein geometrisch klar gegliedertes Eigenheim bauen, das von außen enorm interessant wirkt und von innen raffinierte Details aufweist. Die Individualität erhalten Häuser wie diese durch die Ausstattung und Raumaufteilung: Hochwertige Materialien für Böden, Fenster und Türen, Badezimmer en Suite (Bad mit direkter Verbindung zum Schlafzimmer) und Beleuchtungskonzepte mit intelligenter Steuerung. Photovoltaikanlagen, Wärmerückgewinnungstechnik, Warmwasserspeicher und Hausbatterien sind sinnvoller Bestandteil solcher Luxus-Smarthomes. Mit klug eingesetzter Technik sparen die Bewohner viel Energie:

  • Die Haustechnik arbeitet smart, das heißt, dass die einzelnen Geräte und Systeme miteinander kommunizieren und sich aufeinander abstimmen. Nimmt beispielsweise die Sonneneinstrahlung zu, regelt die Haustechnik automatisch die Beschattung betroffener Räume und passt die Heizleistung und Belüftung an. Die Lufttemperatur und -feuchtigkeit wird ständig gemessen und auf einem festgelegten Level gehalten.
  • Die Haustechnik „lernt“ die Verhaltensweisen der Bewohner kennen und handelt selbstregulierend, beispielsweise so: Der Pkw des Hausherrn meldet sich per Funksignal, sobald es sich in der Nähe des Hauses befindet. Nach Empfang des Signals springt die Heizung an, um das Haus auf die gewünschte Temperatur zu bringen. Ist niemand mehr zu Hause, schaltet sie auf Sparbetrieb, um Energie zu sparen.

Bauherren legen großen Wert auf eine stimmige Finanzierung ihrer Immobilie und achten darauf, dass staatliche Fördermittel für attraktive Konditionen sorgen. Dazu muss das Haus bestimmte energetische Standards in Sachen Verbrauchswerte erreichen, die in der Energieeinsparverordnung festgesetzt sind.

 

Trend 2: Generationenkompatibles Wohnen bis ins hohe Alter

40 ist das neue 50, 60 ist das neue 70 – wir Menschen fühlen uns länger jung. Im Jahr 2040 werden Menschen über 65 Jahre gut ein Viertel der deutschen Bevölkerung ausmachen. Der statistische Alterungsprozess ist nur ein Teil, der den demographischen Wandel verdeutlicht. Menschen definieren ihr empfundenes Alter deutlich unter dem biologischen Alter. Diese subjektive Sicht auf das Leben verändert den Lebensstil und das Konsumverhalten der „Silver Generation“. Die Senioren von morgen sind wesentlich fitter als die von gestern. Die „jungen Alten“ sind durchaus offen für technologische Entwicklungen, sie suchen gezielt nach Strategien und Konzepten, die es ihnen ermöglichen, lange selbstbestimmt im eigenen Heim zu leben.

Barrierefrei Wohnen in einer ästhetischen Umgebung wird in Zukunft kein Gegensatz mehr sein. Vielmehr machen sich Architekten, Innenausstatter und Designer schon seit Jahren Gedanken darüber, wie erfolgreiche Wohnmodelle aussehen, die die Bedürfnisse von jungen und alten Menschen miteinander verknüpfen. Es geht um intelligente Zuschnitte der Grundrisse, flexible Innenraumgestaltung sowie um Mobiliar, das sich den Einschränkungen des fortschreitenden Alters flexibel anpasst. Die Konzepte, die sich ergeben, sind nicht nur für Senioren eine echte Erleichterung im Alltag, sondern für jeden Bewohner – unabhängig vom Alter. Es gibt ganz einfache Maßnahmen, die bereits heute davon zeugen:

  • komfortable Türbreiten und Durchgänge
  • elektrisch bedienbare Fenster und Türen
  • ebene Wege ohne Stufen und Stolperfalle
  • rutschsichere Oberflächen
  • praktische Halterungen und Griffe an Treppen und im Sanitärbereich
  • höhenverstellbare Tische, Stühle, Betten und Arbeitsflächen mit passender Beleuchtung

Schon heute bringen Designer Möbel auf den Markt, die multifunktional und ästhetisch sind. Es gibt bereits Stühle, die beim Aufstehen helfend unterstützen, eine Gehhilfe, die gleichzeitig als Transportmöglichkeit oder zur Aufbewahrung dient, Sofas, die mit Rücken- und Armlehnen, variablen Kopf- und Fußstützen ausgestattet sind sowie neigungs- und höhenverstellbare Betten, die für die optimale Sitz- oder Liegeposition sorgen.

Zudem werden ältere Generationen zukünftig aktiv am sozialen Leben teilnehmen, weil sie mit mobilen Internet-Anwendungen digitale kulturelle Angebote und Social-Media-Plattformen wie selbstverständlich nutzen. Social Media als neues Hobby der Senioren mag im Jahr 2018 noch die Ausnahme sein. Doch die Affinität zu technischen Produkten ist in der nachkommenden Senioren-Generation fest verankert und wird in deren Alltag immer eine Rolle spielen.

 
Trend 3: Gemeinsam leben und wohnen

Wer den Eindruck gewonnen hat, dass die Menschen im Seniorenalter zukünftig zurückgezogen und alleine in ihrem vollautomatisierten Zuhause mit elektrisch arbeitenden Pflege-Maschinen leben, der irrt. Denn Trend Nummer drei sagt aus, dass Wohnen in der Zukunft alles andere als einsam sein wird.

Der dritte große Trend der Zukunft basiert auf dem Phänomen, dass Begriffe wie altersgerecht, Seniorenresidenz oder Altenpflegeheim nach und nach aus dem Sprachgebrauch verschwinden. Stattdessen übernehmen neue Begriffe und ganz praktische Wohnprojekte die Vorherrschaft. Gemeinsam wohnen Jung und Alt unter einem Dach wie es zum Beispiel bei diesem generationenübergreifenden Mieterprojekt in Darmstadt der Fall ist. Das Wohnprojekt ist über einen Verein organisiert und verwaltet sich selbst. Die Bewohner konnten sich frühzeitig für die Planung engagieren und ihre individuellen Ideen einbringen. Wohnungen zwischen 50 und 130 m² ermöglichen das Zusammenleben von Singles, Paaren und Familien. In solchen Wohnanlagen, die inzwischen von Hamburg bis München zu finden sind, gibt es zum Beispiel ergänzende Einrichtungen wie ein Familienzentren, Kinderbetreuungseinrichtungen, Wäschereien und häusliche Hilfsangebote. Regelmäßige Zusammenkünfte verbinden die einzelnen Mitglieder der Gemeinschaft, die sich je nach persönlicher Situation füreinander engagieren.

Fazit: Individualität, Technisierung und Gemeinschaft sind die großen Trends der Zukunft, die schon längst begonnen hat.

https://www.bvfi.de/